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Täglich erhalten acht Jugendliche in Deutschland die Diagnose Krebs und mit einem Schlag ändert sich ihr Leben. Darüber hinaus stellt diese Erkrankung die häufigste natürliche Todesursache in dieser Altersspanne dar.

Im deutschen Gesundheitssystem finden diese Tatsachen bis dato zu wenig Beachtung und das obwohl die Adoleszenten und jungen Erwachsenen auf Grund ihrer Entwicklungsaufgaben in besonderer Weise betroffen sind. Die medizinische Versorgung splittet sich in Deutschland auf, in die Bereiche der Kinder und die der Erwachsenen. In England hingegen gibt es seit mehr als 20 Jahren ganze Stationen für Krebserkranke dieser Altersspanne.

Where is my private fight ( f… ) cancer place?, ist meine provokant gestellte Eingangsfrage. Mit Unterstützung der Thorben Müller – Jugendkrebsstiftung und der Geschichte dahinter, sowie der Medizinischen Hochschule Hannover mit einem speziellen Modellprojekt, habe ich versucht raus zu finden, wo vor allem räumlich die Problemstellungen zu finden sind.

Das Ziel dieser Arbeit ist, eine innenarchitektonische Sichtweise zu liefern, um aufzuzeigen inwieweit Räume Einfluss auf ein solch kritisches Lebensereignis nehmen können und was der Raum für krebskranke Adoleszente und junge Erwachsene leisten muss. Die Ergebnisse teilen sich auf in Optionen, die aktuelle Anwendung finden könnten und solche, die bei einem Neubau in die Planung mit einbezogen werden sollten. Insgesamt finden sowohl Begriffe wie Privatheit und Autonomie, aber auch Aktivität und Gemeinschaftsflächen seinen Raum.

Diese Arbeit soll ein weiterer Schritt in die Richtung sein, dass Adoleszente und junge Erwachsene vielleicht in naher Zukunft sagen können:
„That is my private fight ( f… ) cancer place!“

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